Social Commerce

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Shoppen auf TikTok und Instagram – verlockend, aber risikoreich

Apps wie TikTok und Instagram sind längst mehr als Plattformen zum Teilen von Videos und Bildern. Sie haben sich zu Online-Shops entwickelt, über die Nutzerinnen und Nutzer mit wenigen Klicks direkt in der App shoppen können. Diese als Social Commerce bezeichneten Features bergen jedoch auch Risiken.

 

 

 

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Schuldenfalle

Eine aktuelle Umfrage aus Hamburg zeigt, dass rund 22 Prozent der unter 29-Jährigen durch Einkäufe über Social Media bereits in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Das entspricht fast jeder fünften jungen Person.

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    Konsum auf Kredit

    Sonntagabend beim Online-Shoppen: Diese Turnschuhe wollte ich schon immer haben! Und dann auch noch in dieser Farbe. Außerdem sind sie…

Die Umfrage bestätigt zudem, dass vor allem junge Menschen häufig über Social-Media-Plattformen einkaufen: Fast jede zweite Person zwischen 18 und 29 Jahren hat bereits direkt in einer App eingekauft. Bei älteren Altersgruppen ist dies deutlich seltener der Fall.

Viele Befragte berichten außerdem, dass sie durch Beiträge, Werbung oder Influencerinnen und Influencer zu spontanen Käufen verleitet wurden – also zu Käufen, die sie ursprünglich nicht geplant hatten.

Warum kommt es zu solchen Impulskäufen?

  • Produkte werden besonders ansprechend präsentiert.
  • Werbung ist oft kaum von normalem Content zu unterscheiden.
  • Der Kaufprozess ist sehr schnell und unkompliziert.
  • Es erfolgt kaum bewusste Reflexion vor dem Kauf.

Diese Faktoren führen dazu, dass Impulskäufe – also spontane, unüberlegte Käufe – häufig entstehen.

 

Klarere Regeln für Werbung

Ein ansprechendes Video zeigt ein Produkt, und schon kann man es direkt kaufen. Oft ist nicht erkennbar, dass es sich um Werbung handelt. Zudem wissen viele Nutzerinnen und Nutzer nicht genau, ob der Shop seriös ist. Deutliche Werbekennzeichnungen in sozialen Medien könnten dazu beitragen, bewusster zu handeln und kurz innezuhalten.

86 Prozent der Befragten wünschen sich klarere Regeln für Werbung in sozialen Medien. Die Umfrage zeigt jedoch, dass jüngere Menschen Werbekennzeichnungen häufig als weniger wichtig einschätzen als ältere.

Infos, wie du Fakeshops erkennst

So schützt du dich beim Einkaufen über Social Media:

  • Kaufe nicht sofort – warte lieber eine Nacht, bevor du eine Entscheidung triffst.
  • Prüfe, wer der Verkäufer ist.
  • Lies Bewertungen und Erfahrungsberichte.
  • Leg dir für das Shopping ein Budget fest.

Einkaufen über Social Media ist bequem und macht vielen Menschen Spaß. Gerade deshalb birgt es jedoch auch Risiken für das persönliche Budget. Wer bewusst einkauft und nicht jedem Trend sofort folgt, behält die Kontrolle über seine Finanzen und vermeidet finanzielle Belastungen.

Mehr dazu in unserer Rubrik Geld & Budget

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