Ich bin Emma und Teil der Jugendredaktion, in diesem Artikel versuche ich zu verdeutlichen, wie Social Media unser Selbstbewusstsein schwächt und die Ansprüche viel zu hoch legt.
Schönheitsideale
Schönheit war nie etwas, das man für sich allein definiert. Aber besonders in der heutigen Zeit wird sie für jugendliche Mädchen und Jungen häufig durch Filter auf Social Media definiert. Jeden Tag scrollt man durch hunderte Gesichter, Körper, Trends. Was normal wirkt, ist oft bearbeitet oder mit einem Filter „optimiert“. Was schön wirkt, ist oft gestellt. Social Media erhöht den Druck: Man vergleicht sich nicht mehr nur mit der Freundin aus der Klasse, sondern mit Influencer:innen und Stars, die nur das zeigen, was Klicks bringt. Inzwischen sind es nicht mehr nur Filter, sondern auch KI-bearbeitete Fotos, die Schönheitsideale prägen. Natürlich sind nicht alle Influencer:innen Fake! Aber viele.
Den meisten so manipulierten Schönheitsidealen kann man nicht gerecht werden. Manche Trends können zudem gefährlich werden. Sich abzumagern, um so auszusehen wie bestimmte Influencer:innen mit oder ohne Filter, ist nicht gesund. Ich würde schon sagen, dass soziale Medien unser Selbstbewusstsein schwächen oder gar zerstören! Ich glaube, dass viele schon mal dachten, wie gerne er oder sie so aussehen möchte, wie die liebsten Influencer:innen. Ich persönlich habe auch schon mal überlegt, Instagram deswegen zu löschen, da ich nicht mehr ohne ein schlechtes Gefühl die App geschlossen habe, und das finde ich persönlich sehr traurig! Besonders, da niemand was für seinen Körperbau kann und Vielfalt schön ist!
Was ist schon schön?
Schönheitsideale kommen und gehen. Vor hundert Jahren waren kurvige Frauen ideal, heute sind es oft dünne, gefilterte Körper. In zehn Jahren lachen wir vielleicht über die Beauty-Trends von heute. Deshalb die Frage: Wollen wir wirklich unser Selbstbewusstsein von einem Algorithmus abhängig machen, der morgen schon wieder was anderes als „schön“ definiert?
Druck durch die sozialen Medien
Ich habe das Gefühl, dass der Druck durch die sozialen Medien immer höher geworden ist. Inzwischen sieht man schon kleine Kinder, die sich schminken oder einen Shopping-Haul machen, Kinder, die Skincare bewerben, teure Anti-Falten-Creme nutzen und Schminktutorials drehen. Immer jüngere Kinder schauen sich überkritisch im Spiegel an. Ihre Vorbilder sind viel ältere Influencer:innen, mit Körpern, die allein altersbedingt nicht den ihren gleichen können. An der Stelle sollte man sich echt mal fragen, was da schiefläuft. Dass Kinder in dem Alter schon so von Algorithmen gesteuert werden, halte ich für falsch.
Eigentlich kennen wir die Problematik. Aber warum lassen wir uns von Social Media dann so stressen, wenn wir eigentlich wissen, dass vieles nur Fake ist? Warum fühlen wir uns schlecht, obwohl wir wissen, dass es ein flüchtiger Trend ist? Ich habe selbst leider keine Antwort darauf, nur eine Vermutung: Unsere Vernunft setzt beim Klick auf die App aus. Unser Gehirn checkt dann den Unterschied zwischen Idealisierung und Realität nicht mehr. Es sieht das perfekte Lächeln, den durchtrainierten Körper, die Villa in Dubai … und feuert den „Vergleichs-Reflex“ ab. So, als würde es sagen: „Alarm! Da ist jemand besser dran als du. Tu was!“
Jugendmedienschutz
Sollte man vielleicht eine Jugendsperre einrichten, damit Kinder und Jugendliche besser vor diesen Mechanismen geschützt werden? Ein komplettes Verbot lehne ich ab. Aber bei Inhalten, die uns krank machen, bei Gewalt und sexualisierten Darstellungen fordere ich, dass Plattformen besseren Schutz bieten und bei Verstoß härter durchgreifen!
Aber am Ende helfen Verbote allein nicht aus. Es geht darum, dass Kindern beigebracht wird, ihr Smartphone kompetent zu bedienen und sich sicher im digitalen Raum zu bewegen. Es darf nicht passieren, dass das Handy Kinder schädlich beeinflusst.




