Accounts schützen: So schützt du dein digitales Leben

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Accounts schützen: So schützt du dein digitales Leben

Warum Accounts so wichtig sind:

Ob Social Media, Gaming-Plattform, Streaming-Dienst oder E-Mail-Adresse – viele Bereiche des digitalen Alltags funktionieren über Accounts. Meist meldest du dich mit einem Benutzernamen oder einer E-Mail-Adresse und einem Passwort an. In deinem Account (auch Konto, Profil oder Zugang genannt), finden sich oft deutlich mehr Informationen, als man auf den ersten Blick vermutet. Kann jemand anderes auf deinen Account zugreifen, kann diese Person unter Umständen

  • Nachrichten verschicken,
  • Einkäufe tätigen,
  • persönliche Informationen einsehen,
  • weitere Konten übernehmen.

 

Was passieren kann, wenn ein Account gehackt wird:

Stell dir vor, du bekommst plötzlich solche Nachrichten von Freundinnen oder Freunden:
„Warum schickst du mir komische Links?“
Du hast aber gar nichts verschickt. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass jemand Zugriff auf deinen Account hat und diesen missbraucht.

Manchmal geben sich Angreiferinnen und Angreifer als andere Personen aus und posten in deren Namen. Dafür nutzen sie zum Beispiel gehackte Accounts. So wollen sie andere täuschen oder an persönliche Daten und Geld gelangen.

Wenn du also einen guten Accountschutz betreibst, ist das eine der wichtigsten Grundlagen für mehr Sicherheit im Internet.

 

Passwörter: Die erste Schutzmauer

Passwörter gehören noch immer zu den wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen. Trotzdem werden häufig sehr einfache Passwörter wie „12345“, „Passwort“, „geheim“, „qwertz“, Geburtsdaten oder Namen verwendet.

Solche Passwörter oder auch Kombinationen daraus lassen sich oft innerhalb kurzer Zeit erraten. Kriminelle nutzen dafür spezielle Programme, die automatisch Millionen Möglichkeiten ausprobieren. Dieses Verfahren wird als Brute-Force-Angriff bezeichnet.

Infografik mit dem Titel „So sieht ein gutes Passwort aus“. Sie erklärt, dass ein sicheres Passwort ausreichend lang, schwer zu erraten, frei von persönlichen Informationen und für jeden Account einzigartig sein sollte. Rechts zeigt eine Illustration eines Laptops mit Schlosssymbol, Schutzschild und einem Beispiel für ein komplexes Passwort. Im unteren Bereich werden starke, zufällig wirkende Passwörter als gute Beispiele und einfache oder personenbezogene Passwörter wie „passwort123“, ein Name mit Jahreszahl oder ein Geburtsdatum als ungeeignete Beispiele gegenübergestellt.
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Ein Passwort für alles? Keine gute Idee!

Viele Menschen verwenden dasselbe Passwort für mehrere Dienste. Das wirkt praktisch, kann aber problematisch werden. Wird ein Passwort gestohlen oder geknackt, versuchen Angreiferinnen und Angreifer oft, dieselben Zugangsdaten auch bei anderen Plattformen einzusetzen. So kann aus einem ersten Sicherheitsproblem schnell ein mehrfaches werden.

Deshalb gilt: Nutze für jeden Account ein eigenes Passwort.

 

Passwortmanager: Hilfe beim Merken

Wer viele Accounts nutzt, stößt irgendwann auf ein Problem: Wie soll man sich all diese Passwörter merken?

Eine Möglichkeit sind Passwortmanager. Sie speichern Passwörter verschlüsselt und helfen dabei, starke Zugangsdaten zu erstellen. Außerdem musst du dir nicht mehr jedes einzelne Passwort merken. Passwortmanager können deshalb ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit sein.

Es gibt sowohl kostenpflichtige Passwortmanager als auch kostenlose. In vielen Geräten und Browsern gibt es integrierte Passwortmanager. Diese findest du meist in den Einstellungen deines Geräts oder im Browser unter „Passwörter“.

 

Zwei-Faktor-Authentisierung: Doppelt hält besser

Viele Dienste bieten heute die sogenannte Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) an. Dabei reicht ein Passwort allein nicht mehr aus. Zusätzlich wird ein zweiter Nachweis verlangt, beispielsweise

  • ein Einmalcode der zum Beispiel aus einer Authenticator-App (z. B. Microsoft Authenticator oder Google Authenticator), per SMS oder per E-Mail bereitgestellt wird,
  • eine Bestätigung auf einem anderen Gerät, etwa durch Antippen einer Benachrichtigung auf dem Smartphone,
  • ein Sicherheitsschlüssel (Security Key), der per USB oder NFC genutzt wird.

Dadurch wird der Zugang deutlich besser geschützt. Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, fehlt häufig noch der zweite Faktor. SMS und E-Mail werden zwar von vielen Diensten unterstützt, gelten jedoch als weniger sicher als eine Authenticator-App oder ein Sicherheitsschlüssel.

Infografik mit dem Titel „Warum 2FA so effektiv ist“. Sie erklärt, dass ein Passwort allein gestohlen werden kann, ein zusätzliches Gerät oder ein einmaliger Sicherheitscode einen unbefugten Zugriff jedoch deutlich erschwert. Abschließend empfiehlt sie, die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) überall zu aktivieren, wo sie angeboten wird. Begleitende Symbole zeigen eine Person mit gestohlenem Passwort, ein Smartphone mit Sicherheitscode, ein 2FA-Schild sowie ein Schild mit Schlosssymbol und grünem Häkchen.
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Passkeys: Die Zukunft ohne Passwort?
Immer mehr Dienste setzen auf sogenannte Passkeys. Statt eines Passworts meldest du dich mit deinem Gerät an – zum Beispiel über
  • Fingerabdruck,
  • Gesichtserkennung,
  • die PIN oder den Entsperrcode deines Gerätes.

Passkeys gelten als besonders sicher, weil sie viele typische Schwachstellen klassischer Passwörter vermeiden. Außerdem musst du dir kein zusätzliches Passwort merken.

 

Der wichtigste Account: Deine E-Mail-Adresse

Viele Menschen denken zuerst an Social Media oder Gaming. Tatsächlich ist oft die E-Mail-Adresse der wichtigste Account überhaupt.

Warum?

Über die E-Mail-Adresse lassen sich bei vielen Diensten Passwörter zurücksetzen. Wer Zugriff auf dein E-Mail-Konto erhält, kann dadurch unter Umständen weitere Accounts übernehmen. Deshalb solltest du gerade diesen Zugang besonders gut absichern.

 

Was tun, wenn ein Account gehackt wurde?

Wenn du vermutest, dass jemand Zugriff auf deinen Account hat:

  1. Passwort sofort ändern.
  2. Andere Accounts prüfen.
  3. 2FA aktivieren.
  4. Support kontaktieren.
  5. Vertrauenspersonen informieren und nächste Schritte umsetzen.

Je schneller du reagierst, desto besser.

Infografik mit dem Titel „Die fünf wichtigsten Regeln für sichere Accounts“. Sie fasst fünf Maßnahmen zum Schutz von Online-Konten zusammen: für jeden Account ein eigenes Passwort verwenden, starke Passwörter wählen, einen Passwortmanager nutzen, die Zwei-Faktor-Authentisierung aktivieren und das E-Mail-Konto besonders gut absichern. Links veranschaulichen nummerierte Symbole die einzelnen Empfehlungen, rechts oben unterstreicht ein Schild mit Schlosssymbol und grünem Häkchen die Sicherheitsbotschaft.
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Accounts sind die Schlüssel zu deinem digitalen Leben. Sie schützen deine persönlichen Informationen, Nachrichten, Fotos und viele weitere Daten. Mit starken Passwörtern, Zwei-Faktor-Authentisierung und einem bewussten Umgang mit Zugangsdaten kannst du viele Risiken deutlich reduzieren. Schon wenige Minuten für die richtigen Einstellungen sorgen oft für deutlich mehr Sicherheit im Alltag.

 

Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf Informationen und Materialien des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und wurde für dieses Format redaktionell aufbereitet. Die Originalmaterialien sowie die geltenden Nutzungsbedingungen findest du auf der Website des BSI: NUTZUNGSBEDINGUNGEN UND MEDIENPAKET DES BSI.