
BSI – Zwei-Faktor-Authentisierung – mehr Sicherheit für Geräte und Daten – Zwei-Faktor-Authentisierung
https://www.bsi.bund.de/dok/509176 Ob Social Media, Gaming-Plattform, Streaming-Dienst oder E-Mail-Adresse – viele Bereiche des digitalen Alltags funktionieren über Accounts. Meist meldest du dich mit einem Benutzernamen oder einer E-Mail-Adresse und einem Passwort an. In deinem Account (auch Konto, Profil oder Zugang genannt), finden sich oft deutlich mehr Informationen, als man auf den ersten Blick vermutet. Kann jemand anderes auf deinen Account zugreifen, kann diese Person unter Umständen
Stell dir vor, du bekommst plötzlich solche Nachrichten von Freundinnen oder Freunden:
„Warum schickst du mir komische Links?“
Du hast aber gar nichts verschickt. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass jemand Zugriff auf deinen Account hat und diesen missbraucht.
Manchmal geben sich Angreiferinnen und Angreifer als andere Personen aus und posten in deren Namen. Dafür nutzen sie zum Beispiel gehackte Accounts. So wollen sie andere täuschen oder an persönliche Daten und Geld gelangen.
Wenn du also einen guten Accountschutz betreibst, ist das eine der wichtigsten Grundlagen für mehr Sicherheit im Internet.
Passwörter gehören noch immer zu den wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen. Trotzdem werden häufig sehr einfache Passwörter wie „12345“, „Passwort“, „geheim“, „qwertz“, Geburtsdaten oder Namen verwendet.
Solche Passwörter oder auch Kombinationen daraus lassen sich oft innerhalb kurzer Zeit erraten. Kriminelle nutzen dafür spezielle Programme, die automatisch Millionen Möglichkeiten ausprobieren. Dieses Verfahren wird als Brute-Force-Angriff bezeichnet.
Viele Menschen verwenden dasselbe Passwort für mehrere Dienste. Das wirkt praktisch, kann aber problematisch werden. Wird ein Passwort gestohlen oder geknackt, versuchen Angreiferinnen und Angreifer oft, dieselben Zugangsdaten auch bei anderen Plattformen einzusetzen. So kann aus einem ersten Sicherheitsproblem schnell ein mehrfaches werden.
Deshalb gilt: Nutze für jeden Account ein eigenes Passwort.
Wer viele Accounts nutzt, stößt irgendwann auf ein Problem: Wie soll man sich all diese Passwörter merken?
Eine Möglichkeit sind Passwortmanager. Sie speichern Passwörter verschlüsselt und helfen dabei, starke Zugangsdaten zu erstellen. Außerdem musst du dir nicht mehr jedes einzelne Passwort merken. Passwortmanager können deshalb ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit sein.
Es gibt sowohl kostenpflichtige Passwortmanager als auch kostenlose. In vielen Geräten und Browsern gibt es integrierte Passwortmanager. Diese findest du meist in den Einstellungen deines Geräts oder im Browser unter „Passwörter“.
Viele Dienste bieten heute die sogenannte Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) an. Dabei reicht ein Passwort allein nicht mehr aus. Zusätzlich wird ein zweiter Nachweis verlangt, beispielsweise
Dadurch wird der Zugang deutlich besser geschützt. Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, fehlt häufig noch der zweite Faktor. SMS und E-Mail werden zwar von vielen Diensten unterstützt, gelten jedoch als weniger sicher als eine Authenticator-App oder ein Sicherheitsschlüssel.
Passkeys gelten als besonders sicher, weil sie viele typische Schwachstellen klassischer Passwörter vermeiden. Außerdem musst du dir kein zusätzliches Passwort merken.
Viele Menschen denken zuerst an Social Media oder Gaming. Tatsächlich ist oft die E-Mail-Adresse der wichtigste Account überhaupt.
Warum?
Über die E-Mail-Adresse lassen sich bei vielen Diensten Passwörter zurücksetzen. Wer Zugriff auf dein E-Mail-Konto erhält, kann dadurch unter Umständen weitere Accounts übernehmen. Deshalb solltest du gerade diesen Zugang besonders gut absichern.
Wenn du vermutest, dass jemand Zugriff auf deinen Account hat:
Je schneller du reagierst, desto besser.
Accounts sind die Schlüssel zu deinem digitalen Leben. Sie schützen deine persönlichen Informationen, Nachrichten, Fotos und viele weitere Daten. Mit starken Passwörtern, Zwei-Faktor-Authentisierung und einem bewussten Umgang mit Zugangsdaten kannst du viele Risiken deutlich reduzieren. Schon wenige Minuten für die richtigen Einstellungen sorgen oft für deutlich mehr Sicherheit im Alltag.
Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf Informationen und Materialien des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und wurde für dieses Format redaktionell aufbereitet. Die Originalmaterialien sowie die geltenden Nutzungsbedingungen findest du auf der Website des BSI: NUTZUNGSBEDINGUNGEN UND MEDIENPAKET DES BSI.

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