HEISSE STADT! GRÜNE STADT!

Übersicht

Hamburg im Klimawandel

Der Sommer ist bei uns angekommen und mit ihm auch die heißen Sommertage. An solchen Tagen kommt es einem in der Stadt manchmal unerträglich heiß vor. In der Wohnung wird es nicht mehr richtig kühl, und das Lüften bringt gefühlt auch nichts mehr. Also ab zum Badesee oder in den Stadtpark, um sich im Schatten von Bäumen oder im Badesee ein wenig Abkühlung zu suchen. Das Leben in den Städten wird in den Sommermonaten hitzebedingt immer anstrengender.

Immer mehr Hitzetage

Durch den Klimawandel gibt es in Deutschland immer mehr Hitzetage und damit verbunden auch tropische Nächte. Man spricht von einer tropischen Nacht, wenn die Temperatur die ganze Nacht nicht unter 20 Grad sinkt. Besonders in dicht bebauten Innenstädten kann die Hitze bei mehreren aufeinanderfolgenden, heißen Tagen zum Gesundheitsproblem werden. Unsere Städte werden immer heißer. Es fehlen begrünte Flächen und vor allem Bäume. Sie können Schatten spenden und die Umgebung durch Verdunstung von Wasser kühlen. Trotz dieser Erkenntnis werden in Städten täglich immer noch mehr als 23 Hektar Boden versiegelt. (Quelle: WDR Doku, Zu viel Beton, zu wenig Bäume – wie heiß werden unsere Städte?)

Infografik mit dem Titel „Tipps gegen Sommerhitze“. Darunter werden fünf Empfehlungen mit Illustrationen dargestellt: Erstens ausreichend trinken – regelmäßig Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Saftschorlen, auch ohne Durstgefühl. Zweitens den Körper kühlen, zum Beispiel mit einem Fußbad oder kühlender Körperlotion. Drittens körperliche Anstrengung während der heißesten Tageszeit vermeiden und Sport auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen. Viertens früh morgens und nachts lüften, damit kühle Luft in die Wohnung gelangt. Fünftens direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, indem Vorhänge oder Rollläden geschlossen werden, um Innenräume kühl zu halten. Die Infografik ist in hellen Grün- und Blautönen gestaltet und zeigt Symbole wie Wasserflasche, Fußbad, trinkende Person, geöffnetes Fenster bei Nacht und verschattetes Fenster. Am unteren Rand steht der Slogan: „Kleiner Einsatz, große Wirkung – komm gut durch den Sommer!“ sowie das Logo „Heiße Stadt – grüne Stadt“.
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Eingangsbereich eines Hauses mit einer warmen, terrakottafarbenen Fassade, die fast vollständig von Kletterpflanzen überwachsen ist. Die Blätter leuchten in verschiedenen Grün-, Gelb- und Rottönen und umrahmen eine geöffnete, blau gestrichene Holztür. Durch die Tür ist ein schmaler Flur mit einer Treppe ins Hausinnere zu sehen. Neben der Tür befindet sich ein Briefkasten und die Hausnummer 5. Dichte Sträucher und weitere Pflanzen wachsen rechts neben dem Eingang, links steht ein Blumentopf auf einem niedrigen Steinsockel. Der gepflasterte Gehweg vor dem Haus wirkt ruhig und gepflegt. Das Bild vermittelt den Eindruck einer begrünten Fassade, die das Gebäude natürlich beschattet und in das Straßenbild integriert.
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Der Klimawandel stellt Städte wie Hamburg vor erheblichen Herausforderungen. Die Versiegelung von Flächen ist ein großes Thema. Aber auch mit ihrem CO2 Ausstoß tragen Städte erheblich zum Klimawandel bei, sind aber auch besonders anfällig für deren Folgen.

Also was können wir tun, um im Sommer das Leben in den Städten zu verbessern? Es gibt viele faszinierende Ideen, von Dachbegrünungen, öffentliche Springbrunnenanlagen bis zu bunten Wiesen an Hauswänden.

 

Welchen Beitrag leistet Hamburg zur Klimaanpassung?

Die Verantwortlichen in Hamburg setzten sich schon seit langem für eine umfangreiche Begrünung der Stadt ein, um die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürgern zu verbessern und ihnen eine attraktive und lebenswerte Stadt zu bieten.

Mit der Initiative „Auf die Dächer – fertig – grün!“ wirbt Hamburg für eine umfassende Begrünung von Dachflächen und hat bis Ende 2024 mehr als drei Millionen Euro für den Bau von Gründächern zur Verfügung gestellt.

Mit einem Leitfaden erklärt die Stadt ihre „Gründach-Strategie“ mit den Schwerpunkten „Wissen, Planen, Handeln“. Dabei sind die Einflüsse der Dachbegrünung auf das spätere Kleinklima, die Gebäude-Optik, die Energiebilanz und letztendlich auch die Wertentwicklung der Immobilie ein wichtiges Themenfeld, denn das Begrünen von Dächern ist mitunter sehr kostenintensiv. Bei der eigentlichen Planung müssen die verschiedene Dach- oder Wandkonstruktionen mit den Aspekten der Verkehrssicherheit, dem Brandschutz, dem Naturschutz, der Versorgungstechnik und natürlich der Wartung der begrünten Fläche in Einklang gebracht werden.

Weitere Infos findest du unter: Leitfaden zur Dachbegrünung – hamburg.de

Eine geteilte Stadtansicht vergleicht die Auswirkungen von Hitze und Begrünung. Links ist eine dicht bebaute Straße mit grauen Gebäuden unter greller Sonne zu sehen. Ein digitales Schild zeigt „Heute 35 °C“ und warnt vor Hitze. Menschen gehen über die aufgeheizte Straße, eine Person hält sich schützend die Hand an die Stirn. Rechts zeigt dieselbe Straße eine grüne, baumbestandene und bepflanzte Umgebung mit Fassadenbegrünung, Blumenbeeten, einem Brunnen sowie Menschen zu Fuß und mit dem Fahrrad. Ein Schild nennt Vorteile der Begrünung: kühlere Luft, mehr Lebensqualität, gesündere Menschen, eine lebendige Stadt und Klimafitness für die Zukunft. In der Bildmitte steht groß der Schriftzug: „Heiße Stadt – Grüne Stadt“. Das Bild verdeutlicht den Kontrast zwischen einer aufgeheizten und einer klimaangepassten, begrünten Stadt.
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Abpflastern!

Bis Ende 2025 lief in Hamburg ein Wettbewerb zum Entsiegeln von Flächen, um sie dann anschließend zu begrünen. So sollte ein Beitrag zur Klimaanpassung und Naturschutz geleistet werden. Durch entsiegelte Flächen, an denen Pflastersteine, Beton oder Asphaltflächen beseitigt wurden, kann das Regenwasser wieder versickern und durch die Pflanzen an diesen Stellen wieder ein Lebensraum für Tiere geschaffen werden. 

Unter dem „Motto Pflastersteine“ gegen Gräser und Sträucher waren die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hamburg neben Unternehmen, Initiativen und Vereinen aufgerufen, sich für ihre Stadt zu engagieren. Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, mussten die Teilnehmenden lediglich ein Vorher-/ Nachherbild an die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft schicken.

Seitdem sind mehr als 1.100 Quadratmeter abgepflastert und begrünt worden (Stand August 2025, Quelle: Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft). Wo genau in welchem Stadtteil oder in welchem Bezirk die neuen Grünflächen entstanden sind, kannst du unter folgender URL einsehen: Hier wurde abgepflastert – hamburg.de Der Wettbewerb wurde 2025 zum ersten Mal in Hamburg durchgeführt und entstand in Anlehnung an den niederländischen Wettbewerb „Tegelwippen“. Dort wird der Wettbewerb schon seit 2021 mit großer Begeisterung in der Bevölkerung durchgeführt. Im aktuellen Wettbewerb von Hamburg liegt der Bezirk Wandsbek mit 992 Quadratmeter vor Eimsbüttel mit 197 Quadratmeter und Altona mit 101 Quadratmeter entsiegelter Fläche vorne (Stand September 2025). Wer am Ende die größte Fläche entsiegelt hat, bekommt einen goldenen Spaten (auf Bezirksebene), eine goldene Gießkanne, (auf Stadtteilebene) und eine goldene Harke für Privatpersonen oder Unternehmen.

Entdecke Hamburgs grüne Seiten:

Ein richtig heißer Sommertag, und du suchst in der Stadt einen Ort, an dem es nicht ganz so heiß ist. Hamburg hat so viele schöne Park- und Grünanlagen. Auf der Seite Hamburgs Grün – hamburg.de findest du viele Informationen über Hamburgs Parkanlagen, Bäume, Gründächer und grüne Fassaden. 

Hamburger Preis für Grüne Bauten 2025

Die Umweltbehörde der Stadt Hamburg zeichnete 2025 zum dritten Mal herausragend begrünte Dächer, Fassaden und Innenräume aus. Mit dem „Hamburger Preis für Grüne Bauten“ sollen Projekte prämiert werden, die zur einer nachhaltigen Stadteinwicklung beitragen.

Auf der folgenden Website kannst du dir die Gewinnerprojekte und weitere inspirierende Beispiele der Gebäudebegrünung anschauen.

Hamburger Preis für Grüne Bauten 2025 – hamburg.de

Spieglein Spieglein an der Wand, welches ist die grünste Stadt in unserem Land?

Immer mehr Menschen zieht es in die Großstädte. Im Jahr 2022 lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamts fast zwei Drittel unserer Bevölkerung in Großstadtregionen. Viele dieser Großstädte bewerben sich als grüne Stadt mit viel Lebensqualität. Wie grün unsere Städte aber wirklich sind, zeigen Aufnahmen aus dem Weltall. Aus diesem Grund wertete die Berliner Morgenpost zahlreiche Satellitenbilder der NASA aus, um ein Ranking der grünsten Städte in Deutschland zu erstellen. Bei bisherigen Städtevergleichen in der Vergangenheit wurden lediglich öffentliche Grünflächen und Wälder einander gegenübergestellt. Satellitenaufnahmen hingegen ergeben ein umfassendes Bild der Vegetation in einer Stadt. Die Stadt Siegen mit knapp über 100.000 Einwohner belegt hier den ersten Platz, wobei unten den Städten mit mehr als einer halbe Million Einwohnern Hamburg als grünste Stadt das Ranking anführt. Fast drei Viertel der Fläche von Hamburgs Stadtgebiet ist mit Vegetation bedeckt.

Auf der Website der Berliner Morgenpost kannst du in der interaktiven Deutschlandkarte in deine eigene Stadt hineinzoomen und dir die Vegetationsflächen anschauen.

Das sind Deutschlands grünste Großstädte

Es wird viel getan, damit unsere Städte auch bei besonders heißen Sommertagen attraktiv und lebenswert bleiben. Trotzdem ist es noch ein weiter Weg, bis unsere Städte auf den zunehmenden Klimawandel ausreichend vorbereitet sind. Hamburg liegt in diesem Bereich schon sehr weit vorne und wurde 2025 zur europäischen Stadt der Bäume gewählt. Das lässt hoffen!

Quellen:

Tipps gegen die Sommerhitze | Umweltbundesamt, Beitrag auf der Webseite des Umweltbundesamt

Abpflastern! Hamburger Wettbewerb zum Entsiegeln und Begrünen, Beitrag auf der Website der Stadt Hamburg, November 2025, Abpflastern – hamburg.de

Hier wurde „Abgepflastert“, Beitrag auf der Website der Stadt Hamburg, November 2025, Hier wurde abgepflastert – hamburg.de

Abgepflastern, So ist der Wettbewerb entstanden, Beitrag auf der Website der Stadt Hamburg, November 2025, So ist der Wettbewerb entstanden – hamburg.de

Das sind Deutschland grünste Großstädte, Projekt der Berliner Morgenpost, Mai 2016, Das sind Deutschlands grünste Großstädte

Großstadtregionen im Wandel, Themenseite des Statistischen Bundesamt, Großstadtregionen im Wandel – Statistisches Bundesamt

Hamburger Preis für Grüne Bauten 2025, Informationsseite auf hamburg.de, Hamburger Preis für Grüne Bauten 2025 – hamburg.de

Leitfaden zur Dachbegrünung – hamburg.de

Bewässerung von Stadtgrün im Klimawandel – hamburg.de

Begrünung Hamburgs – Bedeutung und Nutzen – hamburgname.eu

Meilensteine für Hamburgs Stadtgrün – hamburg.de

 

Beiträge zum Thema auf YouTube:

GRÜN statt GRAU – Wie Städte jetzt gegen die Hitze pflanzen | mex

Grüne Fassaden statt Beton: Die Zukunft der Stadt könnte grün sein | Gut zu wissen | BR

Das Wunder von Essen – Grüne Hauptstadt Europas! | WDR Doku

Valencia ist „Grüne Hauptstadt Europas 2024“

Die Grüne Stadt der Zukunft – Wie wachsende Städte klimaresilient werden

Diese Städte der Zukunft entstehen!

Dachgärten – Luftige Träume über den Dächern der Stadt | Schmidt Max | Freizeit | Doku | BR

Die Green Transition in Singapur

Singapur: Ideen gegen die Hitze in der Stadt | Weltspiegel